Lebensrettend

In ihrem Buch „Mein Körper – wessen Entscheidung?“ zeigt Sibel Schick auch anhand ihrer persönlichen Geschichte, was reproduktive Gerechtigkeit bedeutet. Von Brigitte Theißl

Buchcover: Sibel Schick: Mein Körper - wessen Entscheidung? Warum wir reproduktive Gerechtigkeit brauchen

Inhalt in Einfacher Sprache

Das ist die Zusammenfassung von einem Artikel über das Buch „Mein Körper – wessen Entscheidung?“ von Sibel Schick. Brigitte Theißl hat den Artikel geschrieben.

„Ich wurde im Jahr 2021 ungewollt schwanger und wäre fast daran gestorben“, erzählt die Autorin Sibel Schick in ihrem Buch.

Sibel Schick hatte Myome, das sind gutartige Wucherungen in der Gebärmutter. Und ihre Gebärmutter war stark vergrößert. Das hat sie im Alltag sehr eingeschränkt. Sie wollte ihre Gebärmutter entfernen lassen. Ärzt*innen sagten aber: Nein, das machen wir nicht, denn ohne Gebärmutter können Sie kein Kind mehr bekommen. Sibel Schick bekam aber einen Operations-Termin, um die Myome entfernen zu lassen.

Kurz vor der Operation wurde sie schwanger, aber sie wollte kein Kind bekommen. Sie wollte einen Schwangerschafts-Abbruch. Doch die Ärzt*innen führten nicht sofort einen Schwangerschafts-Abbruch durch. Sibel Schick lebt in Deutschland. Dort zwingt ein Gesetz dazu, dass man sich vor einem Schwangerschafts-Abbruch beraten lassen muss. Danach muss man drei Tage warten. Sibel Schick hatte während dieser Wartezeit eine lebensgefährliche Lungen-Embolie. Sie leidet bis heute unter den Folgen.

Mit ihrer persönlichen Geschichte erklärt Sibel Schick in ihrem Buch, was reproduktive Gerechtigkeit bedeutet. Feminist*innen kämpfen für reproduktive Gerechtigkeit. Alle Menschen sollen sich frei entscheiden können, ob sie Kinder haben wollen oder nicht. Es soll soziale Gerechtigkeit und Schutz vor Diskriminierung geben.

Das beschreibt Sibel Schick in ihrem Buch sehr anschaulich und berührend, sagt Brigitte Theißl. Ihr hat das Buch sehr gut gefallen.

Brigitte Theißl hat diese Zusammenfassung geschrieben. Hast du Fragen zum Text? Schreib an die Redaktion: be(at)ourbodies.at

„Ich wurde im Jahr 2021 ungewollt schwanger und wäre fast daran gestorben“, beginnt Sibel Schick ihr Buch über reproduktive Gerechtigkeit. Die Autorin hat zahlreiche Myome und einen stark vergrößerten Uterus, der ihre Lebensqualität einschränkt – und den sie deshalb operativ entfernen lassen will. Von Ärzt*innen wird ihr das verweigert, schließlich könne bei der 36-Jährigen noch ein Kinderwunsch auftauchen. Als ein OP-Termin kurz bevorsteht, um zumindest die Myome behandeln zu lassen, wird sie ungewollt schwanger. Obwohl sie sich mitten in der Behandlung befindet und sie ein hohes Risiko für eine Fehlgeburt hat, stellen Ärzt:innen keine medizinische Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch fest. Schick muss entsprechend der deutschen Rechtslage also eine Konflikt-Beratung durchführen und anschließend eine Wartefrist von drei Tagen einhalten. Als es ihr plötzlich immer schlechter geht, stellen die Ärzt:innen schließlich eine lebensgefährliche Lungenembolie fest, deren Folgen ihr Leben bis heute beeinträchtigen. Detailreich schildert Sibel Schick, wie sie einem medizinischen System ausgeliefert ist, das nicht nur von der strengen Gesetzeslage geprägt ist, sondern vom Heiligenstatus der Mutterschaft und der „Katastrophe namens Kinderlosigkeit“. Schick teilt ihre persönliche, höchst politische Geschichte mit den Leser:innen – ganz ohne Scham, wie sie schreibt, denn „ich wusste, dass die Ursache meines Leidens vor allem politisch war“ –, um das erst einmal abstrakt klingende Konzept der „reproduktiven Gerechtigkeit“ greifbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um den Schwangerschaftsabbruch als elementare Gesundheitsleistung, sondern um die Frage, wer sich unter welchen Umständen selbstbestimmt für oder gegen Kinder entscheiden kann. Schick analysiert die Argumente heuchlerischer „Lebensschützer:innen“ ebenso wie ableistische, rassistische und klassistische Politiken, die reproduktive Selbstbestimmung verunmöglichen und skizziert pointiert politische Alternativen. Ein aufrüttelndes, wütendes und zugleich verbindendes wie bestärkendes Buch. „Wir haben Besseres verdient“, schreibt Sibel Schick. 

Dieser Text erschien zuerst in an.schläge II/2026.

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